Bitte lies die Rezension vor deinem Aufenthalt in diesem Hostel!
Fragt unbedingt nach der offiziellen und aktuellen Preisliste für das Hostel! Auf der Preisliste ist aufgelistet, wie viel eine Übernachtung für 1, 2, 3, 4 und jede weitere Person kostet. Wenn ihr nicht nach der Preisliste fragt, werdet ihr garantiert die teuerste Kategorie (1 Zimmer für 4 Personen) bezahlen. Lasst euch nicht beirren. Es gibt nur Zimmer, in denen 4 oder mehr Schlafplätze zur Verfügung stehen. Wenn ihr also nur zu zweit seid, dann besteht darauf den ausgewiesenen Preis für 2 Personen zu bezahlen.
Wichtiger Hinweis: Die Preisliste hängt am ersten Fenster neben dem Eingang (das Fenster zur Bar). In unserem Fall wurde die Preisliste durch die Speisekarte der Bar verdeckt. Lasst euch also bitte nicht abzocken!
Es gibt keine klare Trennung zwischen Hostel und Restaurant. Der Mittelpunkt ist der Innenhof.
Es gibt lediglich 1 Toilette (WC) für das gesamte Hostel und das Restaurant zusammen. Demnach sieht die Toilette aus wie eine öffentliche Toilette. Sie stinkt auch so. Geputzt wurde hier seit langem nicht mehr. Der abbröckelnde Putz sammelt sich auf dem Boden. Wenn man bedenkt, dass man zudem auch seine Zähne hier putzt und seinen Bart rasiert, ist das einfach zu kritisieren. Hier darf man mindestens eine Toilette für die Besucher des Hostels und eine Toilette für die Besucher des Restaurants erwarten.
Ebenso gibt es nur eine kleine Dusche. Die Dusche ist nicht für große Menschen geeignet. Die Dusche ist zwischen den Sitzgelegenheiten des Restaurants angeordnet. Es ist also unvorstellbar am Abend hier duschen zu gehen, ohne von jedem angestarrt zu werden. Dadurch, dass man den Innenhof durchqueren muss, kann man sich auch nicht erst im Zimmer bequem anziehen. Komfort und Privatsphäre ist etwas anderes. Die Dusche ist auch sehr einfach gehalten und mittlerweile sehr heruntergekommen. Auch hier wird nicht geputzt, denn der Putz sammelt sich auf dem Boden.
Es fällt auf, dass immer nur der charmante Innenhof auf den Bildern des Hostels zu sehen ist. Manchmal sieht man die Kunden gesellig im Innenbereich zusammen essen. Der vermeintliche Raum in dem gegessen wird, ist einer der vier Schlafsäle! Da wo andere Leute essen, wird in diesem Hostel zugleich geschlafen.
Betten gibt es nicht. Man schläft ganz traditionell auf dem Fußboden. Das ist sicherlich typisch für den Iran. Allerdings erwarten wir in einem Hostel Betten. Würde man diesen Fakt, dass man auf dem Boden schlafen muss, offen kommunizieren, würden wir ihn nicht beanstanden. Allerdings geht aus keinem der Bilder (Google Maps und Instagram) hervor, dass man auf dem Boden schlafen muss. Es werden dünne und unebene Unterlagen sowie Decken und Kissen zur Verfügung gestellt. Wer mehr Komfort benötigt, muss seine Matratze selbst mitbringen.
Insgesamt ist alles sehr hellhörig. Zur Ruhe kommt man erst, wenn der letzte Gast das Restaurant verlassen hat und alle anderen Gäste des Hostels ebenfalls schlafen wollen. Alle Schlafsäle sind mit Türen miteinander verbunden. Die Türen sind zwar abgeschlossen, aber sehr dünn und undicht. Man kann durch den Türspalt in die benachbarten Zimmer blicken. Die Fenster sind von außen blickdicht.
In unserem Fall sind nach Mitternacht noch Gäste angereist, die im benachbarten Zimmer dann erstmal noch gegessen, sich lautstark unterhalten und Musik gehört haben. Wer kann schon gut einschlafen, wenn neben einem das Besteck klimpert. Darauf muss man sich hier einstellen.
Es kommt nicht selten vor, dass im Innenhof Musik für die Restaurantgäste angespielt wird. Der Innenhof ist die ganze Nacht beleuchtet - demnach ist das Zimmer auch die ganze Nacht hell erleuchtet, weil das Licht von draußen einfällt.
Der Inhaber ist uns zu aufdringlich. Man wird ständig gefragt, ob man Essen bestellen möchte. Ganz unterschwellig lädt er dich auf eine Stadtführung ein, als wärt ihr beste Freunde. Sei dir bewusst, dass die Stadtführung Geld kostet. Das Ei zum Frühstück wollte er auch separat berechnen. Die Mitarbeiter sind aber sehr bemüht eure Wünsche zu erfüllen.