Aufzeichnung eines Besuchs im CABS Berlin (jährlicher Arztbesuch)
Ich, Krankenpfleger für außerklinische Beatmung mit jahrelanger Erfahrung und Abgeschossem Studium, war heute mit meinem Klienten, Herrn B., 41 Jahre alt, querschnittsgelähmt nach einem Unfall, kognitiv unbeeinträchtigt, im CABS – Charité-Zentrum für außerklinische Beatmung und Sauerstofftherapie.
Die zuständige Ärztin kam ins Untersuchungszimmer. Zunächst wurden die üblichen Floskeln abgefragt: „Wie geht es Ihnen?“, „Welche Beschwerden haben Sie?“ usw.
Im weiteren Verlauf sprach die Ärztin an, dass sie die Vermutung habe, Herr B. könne eigentlich selbstständig atmen (er wird seit 2003 rund um die Uhr beatmet und hat zudem ein PNS implantiert). Ihre Vermutung einer möglichen Entkanülierung stand aus meiner Sicht möglicherweise im Zusammenhang mit der Vergütung über das DRG-System (Fallpauschalen).
Auf ihre Vermutung hin bot ich Ihr an, Herrn B. auf ihre Verantwortung hin von der Beatmung zu befreien. Daraufhin entgegnete sie: „Na ja, können wir besser lassen.“
Im weiteren Gespräch kam das Thema Impfungen auf. Die Ärztin erkundigte sich, ob Herr B. aktuell gegen COVID-19 geimpft sei. Herr B. erklärte, dass etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis ein Atemnerv (linker N. phrenicus) infolge einer plötzlichen Entzündung ausgefallen sei. Die Ärztin reagierte lediglich mit „Aha, aha“ und fragte anschließend, ob er bereits gegen RSV geimpft sei.
Herr B. wusste nicht, worum es sich bei dieser Impfung handelt. Auf meine Bitte hin erklärte die Ärztin, dass sie es gerade nicht genau wisse, die Impfung jedoch empfehlen würde.
Auf meine gezielte Frage, ob sie auch eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 empfehlen würde, antwortete sie eindeutig mit „auf jeden Fall“.
Nachdem ich darauf hingewiesen hatte, dass die vorherige Impfung für Herrn B. beinahe lebensbedrohlich gewesen sei, reagierte sie mit: „Auf so eine Diskussion habe ich jetzt keine Zeit!“
Ich wies abschließend darauf hin, dass sie sich bitte mit der Studie des führenden Wissenschaftlers von Pfizer, -Dr. med. Helmut Sterz, Dr. Bhakdi, und Dr. Ute Krüger vertraut machen solle, um die Situation im Sinne der Patienten besser einordnen und mit ihrem Gewissen vereinbaren zu können!
Angesichts dieser Erfahrung frage ich mich, wie man einem Arzt noch uneingeschränkt Vertrauen schenken kann, wenn ein Teil des Gehalts (bis zu 40 %) an das Erreichen bestimmter Impfquoten gebunden ist.
Dies wurde mi dem Einverständnis und seiner Bestätigung der Beschreibung der Situation von Hr. B veröffentlicht.