Wir sind mit unserem Dacia Duster ab Kirkjubæjarklaustur die Ringstraße nach Reykjavik zurück gefahren. Nach ca. 6 km erreichen wir einen Abzweig nach rechts, von wo aus die F 206 startet. Zu den Laki Kratern sind es 48 km für die wir ca. 3 Stunden Autofahrt einplanen. Die F-Straße ist nur mit einem geländetauglichen 4*4 Wagen befahrbar, da auch einige Furten überquert werden müssen. Unterwegs kommen wir an der sehenswerten Fjaðrárgljúfur Schlucht vorbei und eine weile später am Fagrifoss. Für beide Spots muss eine zusätzliche Stunde einkalkuliert werden. Nach ca. 30 km bergauf teilt sich die Straße. Es gibt nun zwei Möglichkeiten der Weiterfahrt. Linker Hand führt die F 207 weiter. Auf dieser Route gelangt man am schnellsten zur einzigen Übernachtungsmöglichkeit hier im Nationalpark, nämlich zur Hütte Blágil. Unweit davon gibt es einen spartanisch eingerichteten Zeltplatz.
Wir halten uns rechts und fahren die F 206 weiter. Mit dieser Strecke kommen wir möglichst bald zum Berg Laki. Im Prinzip bilden aber die F 206/207 einen Ring. Wir erreichen mittlerweile einen Parkplatz. Ein hilfsbereiter Ranger erläutert uns verschiedene Tipps für Routen. Unser nächstes Ziel ist jetzt der Gipfel von Laki (812m). Auf einer gut begehbaren Wanderroute erklimmen wir den Berg innerhalb von 1,5h.
Von hier oben aus erwartet uns eine spektakuläre Aussicht auf die aneinandergereihten Krater die durch eine Eruption im Jahre 1783 entstanden sind. Es gibt insgesamt über 130 Vulkankegel, die sich 25 km in eine Richtung nach Osten ziehen. An einigen Stellen lassen sich noch Lavaströme erahnen, aber größtenteils sind diese schon mit Moos bedeckt. Regnet es einen Tag zuvor, leuchtet das Moos kräftig hellgrün, beinahe atomgrün. Diese fantastische Aussicht ergibt ein tolles Fotomotiv. Nach dem anschließenden Abstieg planen wir einen weiteren kleinen Abstecher von ca. 30 Min ein und wandern durch einen der Krater hindurch. Entlang des Pfades gibt es immer wieder Stellen, an denen wir stoppen und fotographieren. Am Parkplatz zurückgekehrt, setzen wir unsere Reise entlang der F 207 fort. Nach knapp 7 km gibt es einen weiteren Parkplatz. Hier kann man eine weitere 2-3 stündige Rundwanderung unternehmen. Lakagigar ist ein Ort, den man auf einer Islandreise nicht missen sollte.Erst durch die lange Kraterkette kann man ungefähr das Ausmaß dieser heftigen Eruption nachvollziehen.